Die Feier zum 7-jährigen Bestehen der Bochumer Montagsdemo war ein voller Erfolg. Über 100 Personen kamen zusammen, als die Band "Die Bandbreite" mit ihren Protestsongs gegen das Kapital und die herrschende Politik auftrat. Auch das Wetter spielte mit, es gab keinen Regen. Zwei Pavillone mit Tischen und Bänken wurden aufgebaut, das reichhaltige Catering mit Kaffee und Kuchen, Salaten und Gegrilltem sorgte ebenfalls für die gute Laune der TeilnehmerInnen.
Die Moderatoren eröffneten die Feier und stellten die Montagsdemo kurz vor. Danach gab es Grußworte von Vertretern der Arbeitsloseninitiative Werkschlag und der Sozialen Liste Bochum, der MLPD und einigen Einzelpersonen. Alle würdigten die permamenten Proteste seit Bestehen der Montagsdemobewegung im Jahre 2004.
"Die Montagsdemo ist eine überparteiische Bewegung von unten nach oben. Sie hat zur Vernetzung von verschiedenen Organisationen und Parteien auf nationaler als auch internationaler Ebene geführt. Außerdem wurden die Hartz-Gesetze zu den am meisten gehassten Gesetzen in der Bundesrepublik", hieß es in einer der Reden.
Nach einigen Montagsdemoliedern wurden Themenschwerpunkte in einer Chronik von 2004 bis jetzt abwechselnd durch die beiden Moderatoren vorgelesen. "Die Montagsdemo befasste sich seit 2004 nicht nur mit Hartz IV, sondern auch mit anderen Themen, wie z.B. dem Opel-Streik 2004, der Nokia-Schließung 2008, der Abschiebepolitik für Migranten, der allgemeinen Finanzkrise und dem Ausstieg aus der Atompolitik seit Fukushima. Besonders erwähneswert ist die persönliche Hilfe für Hartz IV - Empfänger usw", lauteten einige Punkte aus der Chronik.
Danach eröffneten "Die Bandbreite" mit dem Lied "Kein Sex mit Nazis" ihren ersten Auftritt und die Besucheranzahl schwoll an. Viele Passanten blieben stehen und die Stimmung stieg.
Anschließend gab es von einer Montagsdemonstrantin ein lustiges Gedicht über die Montagsdemo, ein anderer Montagsdemonstrant berichtete über die Sozialberatung durch die Montagsdemo seit 2004 und die Erfolge anhand von einigen Beispielen.
Nachdem zwei weitere Montagsdemolieder gesungen wurden, spielte wieder die Bandbreite. Mehrere Protestsongs wie "Palästina", "Unter falscher Flagge" und "Spieglein an der Wand" ertönten. Bei den bekannsteten Werken wie "Duisburg", ein sarkastisches Lied über die Heimatstadt der Bandbreite oder der Satire "Unser`n Bürgermeister schicken wir ins Sauerland" war die Stimmung der zahlreichen Besucher auf dem Höhepunkt und viele begannen zu schunkeln.
Die Feier endete mit einer Solidaritätserklärung eines Mitarbeiters von Opel, den Schlussworten der Moderatoren und der bekannten Abschlusshymne "Eins kann uns keiner nehmen".
Die nächste Montagsdemo ist wieder wie üblich um 18.00 Uhr auf dem Husemannplatz.
Die Moderatoren
Ulrich Achenbach
Christoph Schweitzer