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Internationale Herbstdemo in Berlin

Am heutigen Montag gab es eine "Nachlese" der Herbstdemo vom 6.10.12.

Einer der Moderatoren begann mit den Worten: "Am Samstag waren rd. 1500 - 2000 Leute in Berlin, um gegen die unsoziale Bundesregierung und die Hartz-Gesetze, aber auch gegen das eu-weite Sparket der Regierungen verschiedener Länder, wie z.B. Griechenland zu protestieren. Es hätten mehr sein können, der Grund für das Fernbleiben war wahrscheinlich die Großdemos "Umfairteilen" vor 14 Tagen. Außerdem spielte eine die Finanzierung der Demo "Umfairteilen" eine große Rolle.  Während die Bündnispartner Sponsoren hatten, finanzierte sich die Bundesweite Montagsdemo ausschließlich aus eigenen Geldern. Viele von euch sind nach Berlin gefahren, berichtet über eure Eindrücke am offenen Mikrofon".

Eine Rednerin meldete sich prompt: "Ich war überwältigt von so vielen Transparenten und Fahnen unterschiedlicher Organisatitionen. Ich habe mich für einen Redebeitrag auf der Auftaktkundgebung vorzeitig angemeldet und schilderte im wesentlichen die Ursachen für die Armut und Leiharbeit. Die Hartz-Gesetze sind daran schuld. Ich forderte die Leiharbeiter auf, sich gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu wehren, da sie ohnehin nichts zu verlieren hätten. Zeitarbeiter werden als erste entlassen, wenn ein Unternehmen Personal abbaut".

"Ich war erstaunt über den Mut einer physisch Kranken, öffentlich über ihre Situation zu sprechen. Sie wurde als Hilfesuchende von den Behörden in Potsdam regelrecht gemobbt", sagte ein Redner.

In einer weiteren Wortmeldung hieß es: "Die Berichte der Widerstandskämpfer aus Griechenland (Stahlarbeiter), Spanien (Bergarbeiter) und Frankreich (Sans Papier) waren beeindruckend. In diesen Ländern gibt es berechtigte Massenproteste gegen die geplanten Entlassungen und die menschenfeindlichen Sparpakete der Regierungen. In Griechenland werden bereits die Menschenrechte schwer verletzt, da es selbst für akut Kranke kaum noch Hilfe gibt. Beispiel: Dialysepatienten wurden von den Geräten entfernt, da das Krankenhaus für diese Behandlung kein Geld mehr hat".

"Angela Merkel wird in den nächsten Tagen nach Griechenland fahren. Diese verhasste Politikerin wird aber von großen Teilen des griechischen Volkes entsprechend empfangen, das die Gewerkschaften zu Massenprotesten und einem Generalstreik aufriefen", bemerkte ein weiterer Redner.

"Ein Iraner schilderte seine Situation mit dem Bleiberecht in Deutschland. Obwohl im Iran eine brutale muslimische Diktatur herrscht, muss dieser Mann um sein Asyl kämpfen", prangerte ein Teilnehmer der Herbstdemo an.

"Die Abschlusskundgebung in Berlin endete auf ungewöhnliche Weise. Orkanböen und heftige Regenfälle zwangen zum vorzeitigen Abbruch der Kundgebung. Die Demonstranten suchten fluchtartig eine Unterstellmöglichkeit bei den vielen Ständen, deren Pavillons festgehalten werden mussten. Trotzdem waren zahlreiche durchnässt, auch meine Hose war klitschnass. Auf dem bunten und doch recht langen Demozug nieselte es zum Glück nur etwas, das hatte aber keinen Einfluss auf die vielen Wortmeldungen an mehreren offenen Mikrofonen und die vielfältigen Lieder", schilderte ein Redner.

Ebenfalls wurde über den internationalen Frauenratschlag in Ludwigsburg gesprochen. "Für die streikenden Stahlarbeiter in Griechenland wurden Hilfsgüter gesammelt und per LKW nach Griechenland gebracht. Die hilfebedürftigen Leute nahmen die Waren wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Textilien usw. mit Dank entgegen", berichtete eine Teilnehmerin an dem Frauenratschlag.

Nach längerer Zeit gab es wieder einen Demozug mit lauten Parolen und Liedern vom Husemannplatz bis zur Drehscheibe.

Auf der Abschlusskundgebung informierte ein Opel-Mitarbeiter über eine Delegation der Opel-Arbeitnehmer zu einer Demo der Automobilarbeiter von Peugeot in Paris/Frankreich. Außerdem gab es noch Wortmeldungen zu Hartz IV, den Ein-Euro-Jobs und der Leiharbeit. Dementsprechend wurden folgende Themen für die nächste Montagsdemo beschlossen: Situation der Leiharbeiter und Berichte von der Demonstration in Frankreich.

Als die Kundgebung mit der bekannten Abschlusshymne endete, waren zahlreiche Passanten stehengeblieben.

Die Moderatoren
Ulrich Achenbach
Jürgen Wolf

8.10.12 21:33
 
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